Alisas Plant-Learnings für Eilige:
- Kein Farn, sondern Spargel: Auch wenn viele Asparagus Arten wie filigrane Farne aussehen, gehören sie botanisch zu den Spargelgewächsen und sind oft deutlich robuster als echte Farne.
- Wasserspeicher im Wurzelwerk: Fast alle Arten bilden verdickte Speicherwurzeln (Rhizome oder Knollen), weshalb sie kurze Trockenperioden oft besser verzeihen als Dauernässe.
- Lichtbedarf variiert: Während der feine Zierspargel es schattiger mag, lieben robustere Arten wie der Sprengeri hellere Standorte – direkte Mittagssonne ist jedoch für alle tabu.
Warum Asparagus Arten so vielseitig und spannend sind
Du kennst das sicher: Du stehst im Gartencenter und siehst diese unglaublich feine, fast nebelartige Pflanze, die als „Zierfarn“ verkauft wird, aber irgendwie ganz anders wirkt als dein Boston Farn zu Hause. Genau hier beginnt oft das erste Missverständnis, das ich sofort aufklären möchte. Wenn wir über Asparagus Arten sprechen, tauchen wir in eine botanische Welt ein, die mich immer wieder aufs Neue begeistert. Es ist nämlich ein riesiger Irrglaube, dass es sich hierbei um Farne handelt, die ständig extrem hohe Luftfeuchtigkeit und Schatten brauchen. Nein, diese Pflanzen sind enge Verwandte unseres Ess-Spargels und gehören zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).
Das Spannendste an dieser Pflanzengruppe ist ihre unglaubliche Anpassungsfähigkeit und die botanische Raffinesse, mit der sie überleben. Was wir als „Blätter“ wahrnehmen, sind in Wirklichkeit gar keine echten Blätter. Botanisch gesehen handelt es sich um sogenannte Phyllokladien oder Kladodien. Das sind umgewandelte, blattähnliche Seitentriebe. Die eigentlichen Blätter sind zu winzigen, oft dornigen Schuppen am Stängel reduziert. Warum erzähle ich dir das so genau? Weil dieses Wissen dir massiv bei der Pflege hilft. Da diese „Nadeln“ fester und oft wachsartiger sind als weiche Farnwedel, verdunsten Asparagus Arten weniger Wasser und sind widerstandsfähiger gegen trockene Heizungsluft, als du vielleicht denkst.
Ein weiterer Aspekt, der diese Gattung so faszinierend macht, verbirgt sich unter der Erde. Wenn du deine Pflanze irgendwann umtopfst – und das werden wir gemeinsam tun –, wirst du dicke, knollenartige Verdickungen an den Wurzeln entdecken. Diese Speicherorgane sind die Lebensversicherung der Pflanze. In ihrer Heimat, die oft in den lichten Wäldern oder Savannen Südafrikas liegt, müssen sie Dürreperioden überstehen. Für dich als Pflanzen-Elternteil bedeutet das: Atme durch. Du musst nicht panisch jeden Tag mit der Gießkanne daneben stehen. Ich liebe diese Pflanzen dafür, dass sie filigrane Schönheit mit einer überraschenden Zähigkeit verbinden. Wir schauen uns jetzt an, welche spezifischen Arten es gibt und wie du sie glücklich machst.
Der Klassiker: Asparagus setaceus (Zierspargel)
Vielleicht erinnerst du dich an den Asparagus setaceus, weil er früher oft in Blumensträußen als grünes Beiwerk verwendet wurde, oder weil er bei deiner Oma auf dem Fensterbrett stand. Lange Zeit galt er als altbacken, aber ich sage dir: Er erlebt gerade ein riesiges Comeback in unseren Urban Jungles, und das völlig zu Recht. Sein Aussehen ist einzigartig. Er bildet extrem feine, waagerecht abstehende Scheinblätter, die wie weiche, grüne Wolken wirken. Diese Etagen wachsen an dünnen, drahtigen Stielen, die sich elegant im Raum verteilen. Doch genau diese Zartheit schüchtert viele Anfänger ein, weil sie denken, die Pflanze sei eine Mimose.
Lass uns botanisch etwas tiefer graben, um zu verstehen, was der setaceus wirklich braucht. Seine Phyllokladien sind so haarfein, dass ihre Oberfläche im Verhältnis zum Volumen sehr groß ist. Das bedeutet, dass hier die Verdunstung zwar durch die feste Struktur begrenzt wird, aber bei extrem trockener Luft dennoch Stress entstehen kann. Anders als seine robusteren Brüder stammt diese Art eher aus den feuchteren, schattigeren Unterholz-Regionen. Er klettert dort gerne an anderen Pflanzen empor. Wenn du genau hinsiehst, entdeckst du an den Stängeln kleine Widerhaken. Das ist sein Werkzeug, um in der Natur Halt zu finden. Er ist also eigentlich eine Kletterpflanze, auch wenn wir ihn oft buschig im Topf halten.
Was bedeutet das nun konkret für deine Pflege-Routine? Ich empfehle dir dringend, den Asparagus setaceus nicht in die pralle Sonne zu stellen. Seine feinen Nadeln verbrennen rasend schnell und werden gelb. Ein heller Nord- oder Ostfensterplatz ist ideal. Wenn er braun rieselt, ist das meist ein Zeichen für zu trockene Luft oder Ballentrockenheit. Hier hilft es tatsächlich, ihn regelmäßig mit kalkarmem Wasser zu besprühen – nicht nur für die Feuchtigkeit, sondern auch, um Staub von den feinen Etagen zu waschen, damit die Photosynthese klappt. Beim Gießen gilt: Halte ihn gleichmäßig leicht feucht. Er hat zwar Speicherwurzeln, aber die sind feiner als bei anderen Arten. Wenn du ihn komplett austrocknen lässt, wirft er sofort Ballast ab – sprich, er nadel. Aber keine Panik: Selbst wenn er mal kahl wird, schneide ihn zurück, gieß ihn an, und er treibt aus der Basis oft wieder neu aus. Wir kriegen das hin!
Wild und buschig: Asparagus densiflorus ‚Sprengeri‘
Dieser Kandidat ist quasi der „große Bruder“ mit den breiten Schultern. Vielleicht hast du den Asparagus densiflorus ‚Sprengeri‘ schon mal in einer Hängeampel gesehen und dich gewundert, wie viel Raum diese Pflanze einnehmen kann. Im Gegensatz zum feinen setaceus wirkt der Sprengeri wild, fast schon etwas struppig und unglaublich lebendig. Seine Triebe hängen oft meterlang herab oder stehen zunächst straff aufrecht, bevor sie sich unter ihrem eigenen Gewicht biegen. Die Scheinblätter sind hier nicht haarfein, sondern wirken wie kleine, platte Nadeln, die büschelweise an den Stängeln sitzen. Das gibt ihm eine hellgrüne, frische Optik, die sofort gute Laune macht.
Botanisch gesehen ist der Sprengeri ein echter Überlebenskünstler. Seine Nadeln sind von einer festeren Kutikula (Wachsschicht) überzogen, was ihn zu einem der robustesten Vertreter der Asparagus Arten macht. Er kommt ursprünglich aus den Küstenregionen und Dünenlandschaften Südafrikas. Das verrät uns extrem viel über seine Bedürfnisse: Er kennt Wind, er kennt Sonne, und er kennt sandigen, durchlässigen Boden. Unter der Erde bildet der Sprengeri besonders ausgeprägte, pralle Speicherknollen. Wenn du die Pflanze beim Umtopfen aus dem Topf hebst, wirst du fast erschrecken, wie sehr diese Knollen die Erde verdrängen können. Sie sind prall gefüllt mit Wasser und Nährstoffen.
Für dich bedeutet das: Du kannst mit dem Sprengeri entspannter umgehen. Ich stelle meine Exemplare im Sommer sogar gerne auf den Balkon in den Halbschatten. Er verträgt deutlich mehr Licht als der Zierspargel und verzeiht es dir auch, wenn du das Gießen mal drei Tage vergisst. Tatsächlich ist die größte Gefahr für ihn „Nasse Füße“. Wenn die dicken Speicherknollen ständig im Wasser stehen, faulen sie und die Pflanze stirbt ab. Ich rate dir daher zu einem sehr durchlässigen Substrat – misch gerne etwas Sand oder Perlite unter deine Grünpflanzenerde. Und Vorsicht beim Hantieren: Der Sprengeri hat versteckte Dornen an den Stängeln, die ziemlich kratzen können. Trag beim Umtopfen lieber Handschuhe, sonst sieht dein Arm aus, als hättest du mit einer Katze gekämpft.
Der Fuchsschwanz: Asparagus densiflorus ‚Meyerii‘
Jetzt kommen wir zu meinem persönlichen Liebling für skulpturale Akzente im Wohnzimmer: dem Asparagus densiflorus ‚Meyerii‘, oft auch Fuchsschwanz-Spargel genannt. Wenn du diese Pflanze siehst, weißt du sofort, woher der Name kommt. Seine Triebe wachsen straff aufrecht und sind rundherum extrem dicht mit feinen Nadeln besetzt, sodass sie aussehen wie flauschige Tier-Schwänze oder Flaschenbürsten. Diese Art wächst viel langsamer und kompakter als der wilde Sprengeri und wirkt dadurch fast wie eine architektonische Design-Pflanze. Er bringt eine unglaubliche Struktur in deine Pflanzensammlung, weil er nicht so wild wuchert, sondern seine Form behält.
Auch hier lohnt sich der botanische Blick in die Tiefe. Obwohl er zur gleichen Art (densiflorus) gehört wie der Sprengeri, ist seine Wuchsform eine Mutation, die sich genetisch stabilisiert hat. Die extreme Dichte der Scheinblätter dient in der Natur dazu, den Stängel vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen (Selbstbeschattung) und Tauwasser effizient aufzufangen. Das Wasser kondensiert an den vielen feinen Nadeln und tropft direkt zum Wurzelballen hinunter. Ein geniales System der Natur! Wie sein wilder Bruder besitzt auch der Meyerii kräftige Speicherwurzeln, ist aber in seiner gesamten Konstitution etwas sensibler, was Veränderungen angeht.
Was musst du tun, damit dein Fuchsschwanz so schön kompakt bleibt? Licht ist hier der Schlüsselfaktor. Wenn der Meyerii zu dunkel steht, vergeilen die Triebe. Das heißt, sie werden lang, dünn und die „Fuchsschwanz-Optik“ verliert ihre Dichte. Ich empfehle dir einen sehr hellen Platz, gerne mit etwas Morgen- oder Abendsonne, aber ohne die aggressive Mittagshitze. Beim Gießen ist Fingerspitzengefühl gefragt: Halte ihn gleichmäßig feucht, aber lass die oberste Erdschicht antrocknen. Ein häufiges Problem ist, dass die Triebe innen braun werden. Das passiert oft, wenn die Luftzirkulation fehlt oder Wasser beim Gießen direkt in das dichte Nadelkleid läuft und dort nicht abtrocknen kann. Gieß also immer direkt auf die Erde, nicht über die „Schwänze“, und gib ihm genug Platz zu den Nachbarpflanzen.
Groß und mächtig: Asparagus falcatus (Sichelfarn)
Wenn du viel Platz hast und eine Pflanze suchst, die innerhalb weniger Jahre zur imposanten Raumbegrünung wird, dann ist der Asparagus falcatus dein Kandidat. Er ist der Riese unter den hier vorgestellten Arten. Im Gegensatz zu den feinen Nadeln der anderen, bildet der falcatus breite, sichelförmige Scheinblätter aus, die fast wie Bambusblätter oder die Blätter einer kleinen Palme aussehen. Er kann im Topf gut und gerne zwei Meter hoch werden und bildet lange, verholzte Triebe, die wild durch den Raum schießen, um sich irgendwo festzuhalten. Er wirkt nicht niedlich oder flauschig, sondern eher tropisch und dominant.
Botanisch betrachtet ist der Asparagus falcatus eine Liane. In den ostafrikanischen Wäldern schraubt er sich bis zu 10 Meter hoch in die Baumkronen. Seine „Blätter“ sind groß und dunkelgrün, was darauf hindeutet, dass er viel Chlorophyll besitzt und Licht effizient nutzen kann. Das Besondere an ihm sind seine Dornen. Und wenn ich Dornen sage, meine ich Dornen. Sie sind kräftig und nach hinten gebogen, um das Gewicht der langen Triebe an anderen Bäumen zu verankern. Das musst du wissen, bevor du ihn dir ins Haus holst – er ist keine Kuschelpflanze. Dafür ist er extrem langlebig und fast unkaputtbar.
In der Pflege ist der Sichelspargel mein absoluter Tipp für Leute, die keinen „grünen Daumen“ haben, aber viel Grün wollen. Er verzeiht fast alles. Schatten? Okay, er wächst dann nur langsamer. Helles Licht? Liebt er. Trockenheit? Seine Wurzelknollen sind riesig, er hält das aus. Das Einzige, was er braucht, ist Platz und eine Stütze. Ich binde die langen Triebe gerne an einem Moosstab oder einem Spalier fest, sonst hängen sie irgendwann quer durch das Zimmer. Wenn er dir zu groß wird, kannst du ihn radikal zurückschneiden. Ich habe schon Exemplare gesehen, die komplett runtergeschnitten wurden und im nächsten Frühjahr noch schöner austrieben. Düng ihn im Sommer regelmäßig, denn um diese Masse an Grün zu produzieren, hat er ordentlich Hunger.
Alle Asparagus Arten im direkten Vergleich
Hier habe ich dir eine Übersicht erstellt, damit du auf einen Blick siehst, welcher Spargel in deine Wohnung passt:
| Asparagus Art | Wuchsform & Optik | Lichtbedarf | Gießverhalten | Besonderheit |
| A. setaceus (Zierspargel) | Filigran, etagenförmig, weich | Hell bis Halbschatten (keine Sonne) | Gleichmäßig feucht, hohe Luftfeuchtigkeit | Wirkt sehr edel, aber empfindlich bei trockener Luft |
| A. densiflorus ‚Sprengeri‘ | Hängend oder kriechend, nadelig | Hell, verträgt etwas Morgen-/Abendsonne | Antrocknen lassen, sehr robust | Bildet dicke Speicherwurzeln, ideal für Ampeln |
| A. densiflorus ‚Meyerii‘ | Aufrecht, flaschenbürsten-artig | Sehr hell, braucht Licht für kompakten Wuchs | Mäßig gießen, Staunässe vermeiden | Skulpturale Optik, wächst langsamer |
| A. falcatus (Sichelfarn) | Kletternd, großblättrig (bambusartig) | Sonnig bis halbschattig | Anspruchslos, verträgt Trockenheit | Wird sehr groß, hat kräftige Dornen |
FAQ: Eure häufigsten Fragen zu Asparagus Pflanzen
Sind Asparagus Pflanzen giftig für meine Katzen?
Das ist eine der wichtigsten Fragen, die ich immer wieder gestellt bekomme, und ich möchte hier ganz ehrlich sein: Ja, Asparagus Arten gelten als leicht giftig für Katzen (und auch Hunde). Die Pflanzen enthalten Saponine. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in der Natur Fressfeinde abwehren sollen. Wenn deine Katze an den wedelartigen Trieben knabbert – und leider lieben viele Katzen genau dieses wippende „Spielzeug“ –, kann das zu Magen-Darm-Reizungen, Erbrechen oder Durchfall führen.
Auch wenn es selten lebensbedrohlich ist, ist es unangenehm für das Tier. Ein weiteres Risiko, das oft übersehen wird, ist mechanischer Natur: Die feinen Nadeln oder die Dornen beim falcatus können den Rachenraum verletzen. Wenn du einen neugierigen Stubentiger hast, empfehle ich dir, den Asparagus entweder in einer Blumenampel unerreichbar hoch aufzuhängen oder dich für eine komplett ungiftige Alternative wie die Areca-Palme oder echte Farne (z.B. Schwertfarn) zu entscheiden. Sicherheit geht vor!
Können Asparagus Arten in der Wohnung blühen?
Viele sind überrascht, wenn ihr „Farn“ plötzlich kleine weiße Sterne zeigt. Ja, Asparagus Arten können auch in der Wohnung blühen! Allerdings tun sie das meist erst, wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben und sich an ihrem Standort absolut wohlfühlen. Die Blüten sind winzig, weiß bis rosafarben und duften bei manchen Arten (wie dem falcatus) sogar sehr intensiv und süßlich.
Nach der Blüte bilden sich kleine Beeren. Zuerst sind sie grün, später färben sie sich leuchtend rot oder schwarz (je nach Art). Hier musst du aufpassen: Diese Beeren sehen für Kinder sehr verlockend aus, sind aber giftig. Wenn du also kleine Kinder im Haushalt hast, würde ich empfehlen, die verblühten Stiele abzuschneiden, bevor sich die Früchte bilden. Die Blütezeit ist meist im Sommer. Um die Blüte zu fördern, hilft eine kühle Ruhephase im Winter bei ca. 12-15 Grad, das regt die hormonelle Umstellung der Pflanze an.
Warum werden die Nadeln meines Zierspargels gelb und rieseln?
Wenn es „rieselt“, ist das der Hilfeschrei deines Asparagus. Abgesehen vom Gießen (zu wenig oder zu viel), gibt es oft Standort-Gründe. Ein häufiger Fehler, den ich beobachte, ist ein Standortwechsel. Asparagus Arten sind Gewohnheitstiere. Wenn du die Pflanze drehst oder in ein anderes Zimmer stellst, reagiert sie oft mit Nadelabwurf, um sich an die neuen Lichtverhältnisse anzupassen. Die Pflanze wirft die Blätter ab, die am alten Standort effizient waren, am neuen aber vielleicht nicht mehr funktionieren, und treibt (hoffentlich) neue aus.
Ein weiterer Grund ist Nährstoffmangel. Da Asparagus Arten, besonders der Sprengeri und Falcatus, stark wachsen, ist die Erde im Topf schnell ausgelaugt. Wenn die Nadeln flächig hellgrün bis gelb werden, aber nicht vertrocknen, fehlt oft Stickstoff oder Eisen. Hier hilft ein normaler Grünpflanzendünger. Und vergiss nicht die Heizung: Steht die Pflanze direkt über dem Heizkörper, ist die aufsteigende Warmluft pures Gift für die feinen setaceus-Nadeln. Stell sie lieber etwas in den Raum hinein.
Kann man Asparagus Arten teilen oder vermehren?
Absolut, und das macht sogar richtig Spaß! Da Stecklinge bei Asparagus im Wasserglas oft nur sehr schwer wurzeln, ist die Teilung die beste Methode. Der ideale Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr, wenn du sowieso umtopfst. Nimm die Pflanze aus dem Topf und schau dir den Wurzelballen an. Du wirst sehen, dass er sehr dicht und fest ist.
Oft kannst du den Ballen nicht einfach mit den Händen auseinanderziehen. Du brauchst ein scharfes, sauberes Messer (oder bei großen falcatus-Exemplaren sogar eine kleine Säge!). Schneide den Wurzelballen mutig in zwei oder mehr Teile. Wichtig ist, dass jedes Teilstück sowohl genug Wurzeln und Speicherknollen als auch oberirdische Triebe hat. Topfe die Teile dann separat in frische Erde ein. In den ersten Wochen nach der „Operation“ solltest du die Erde gleichmäßig feucht halten und die Pflanzen nicht in die pralle Sonne stellen, damit sie sich vom Schock erholen können.
Was mache ich mit dem Asparagus im Winter?
Der Winter ist für unsere Asparagus-Freunde oft eine Herausforderung wegen der Kombination aus Lichtmangel und warmer Heizungsluft. Da sie ursprünglich aus subtropischen bis tropischen Gebieten kommen, kennen sie zwar keine frostigen Winter, aber oft eine kühlere Ruhezeit. Wenn du die Möglichkeit hast, stell deine Pflanzen im Winter etwas kühler, zum Beispiel in ein Schlafzimmer oder einen hellen Hausflur bei ca. 15 Grad.
In dieser Zeit fahren sie den Stoffwechsel runter und du musst deutlich weniger gießen. Wenn du sie aber im warmen Wohnzimmer behalten musst (was die meisten von uns tun), musst du für Licht sorgen. Rücke die Pflanze näher ans Fenster, denn die Wintersonne ist schwach genug, um keine Verbrennungen zu verursachen. Achte penibel auf Spinnmilben! Diese kleinen Biester lieben trockene Heizungsluft und befallen gerne den setaceus. Ich dusche meine Pflanzen im Winter einmal im Monat vorsichtig ab (Erde dabei abdecken), um Schädlinge wegzuspülen und die Luftfeuchtigkeit kurzzeitig zu erhöhen.
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Dann schnapp dir einen Sprengeri für den Anfang oder trau dich an den Setaceus, wenn du es filigran magst. Möchtest du, dass ich dir eine genaue Anleitung zum Mischen der perfekten Asparagus-Erde zusammenstelle?
Hi, ich bin Alisa! 🌿
Seit 12 Jahren teste ich Substrate und bekämpfe Spinnmilben, damit du es nicht musst. In meinem Indoor-Labor leben über 140 exotische Arten. Hier teile ich radikal ehrliche Pflegetipps und fundiertes Wissen – ohne Mythen, dafür mit echter Erfahrung aus dem Dschungel-Alltag.
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