Alisas Plant-Learnings:
- Die Monstera Siltepecana benötigt zwingend eine Rankhilfe, um ihre beeindruckenden, gefensterten adulten Blätter zu entwickeln, da sie sonst im juvenilen Stadium verharrt.
- Im Gegensatz zur klassischen Monstera deliciosa braucht diese Art aufgrund ihrer dünneren, silbrig schimmernden Blätter eine höhere Luftfeuchtigkeit und reagiert empfindlicher auf direkte Mittagssonne.
- Das „Silver Monstera“ Phänomen ist keine Panaschierung im klassischen Sinne, sondern eine strukturelle Blattfärbung, die bei Lichtmangel verblassen kann.
Die Faszination der Monstera Siltepecana in deinem Urban Jungle
Vielleicht hast du sie schon einmal auf Instagram gesehen oder bei einem plant-hunting Trip im Gartencenter entdeckt und dich sofort gefragt, was das für eine Schönheit ist. Die Monstera Siltepecana, oft auch Silver Monstera genannt, ist ein absoluter Hingucker und unterscheidet sich optisch erst einmal stark von ihren berühmten Schwestern. Wenn du dich in diese Pflanze verliebt hast, bist du damit nicht allein, denn ihre silbrig überzogenen Blätter mit den dunkelgrünen Blattadern üben eine fast magische Anziehungskraft aus. Viele Anfänger sind zunächst verwirrt, weil diese Pflanze im jungen Stadium überhaupt keine Schlitze oder Löcher aufweist, die man eigentlich mit der Gattung Monstera verbindet. Genau das macht sie aber so spannend für uns Pflanzenfreunde.
Botanisch betrachtet haben wir es hier mit einer epiphytisch wachsenden Kletterpflanze aus der Familie der Araceae, also der Aronstabgewächse, zu tun. Das Besondere an der Monstera Siltepecana ist ihre ausgeprägte Heterophyllie. Das bedeutet, dass sie im Laufe ihres Lebens unterschiedliche Blattformen ausbildet. Was du meistens im Handel kaufst, ist die juvenile Form. Diese jungen Blätter sind lanzettlich, spitz zulaufend und fühlen sich oft etwas ledriger und strukturierter an als die weichen Blätter einer Efeutute. Der silbrige Schimmer entsteht durch Lufteinschlüsse unter der Blattepidermis, die das Licht reflektieren. Das ist ein genialer Schachzug der Natur, um im dichten Unterholz des Regenwaldes das spärliche Licht optimal zu nutzen.
Wenn du dich entscheidest, einer Monstera Siltepecana ein Zuhause zu geben, holst du dir einen sehr wuchsfreudigen Mitbewohner ins Haus. Ich liebe diese Art besonders, weil sie so vielseitig ist. Du kannst sie in einer Ampel hängen lassen, wo sie lange Triebe bildet, oder sie, was ihrer Natur viel mehr entspricht, an einem Moosstab hochklettern lassen. Wir werden uns in diesem Artikel genau anschauen, wie du sie glücklich machst, aber wisse schon jetzt: Diese Pflanze kommuniziert mit dir. Sie zeigt dir durch das Einrollen ihrer Blätter oder den Verlust des silbernen Schimmers sehr genau an, was sie braucht. Wir kriegen das gemeinsam hin, dass sie bei dir nicht nur überlebt, sondern zu einem prächtigen Exemplar heranwächst, das jeden Besucher staunen lässt.
So meisterst du die Monstera Siltepecana Pflege im Alltag
Ich weiß genau, wie groß die Sorge am Anfang ist, etwas falsch zu machen. Gerade bei einer so speziellen Pflanze wie der Monstera Siltepecana fragst du dich sicher: Gieße ich zu viel? Zu wenig? Welchen Dünger braucht sie wirklich? Keine Panik, die Pflege ist kein Hexenwerk, wenn du die Bedürfnisse der Pflanze verstehst. Das häufigste Problem, das mir in meiner Community begegnet, ist die gut gemeinte Überfürsorge beim Gießen. Wir neigen dazu, unsere grünen Lieblinge zu ertränken, weil wir denken, Wasser sei gleich Liebe. Aber gerade bei dieser Art müssen wir etwas genauer hinschauen, damit die Wurzeln gesund bleiben.
Lass uns tief in die physiologischen Bedürfnisse eintauchen. Die Monstera Siltepecana besitzt im Vergleich zu einer Sukkulente relativ dünne Blätter. Das bedeutet physikalisch gesehen, dass sie weniger Wasser im Blattgewebe speichern kann. Wenn sie durstig ist, sinkt der Turgordruck in den Zellen rapide ab, und die Blätter werden schlaff oder rollen sich leicht ein. Das ist dein Signal! Aber Vorsicht: Ihre Wurzeln sind typische Epiphyten-Wurzeln. In der Natur klammern sie sich an Bäume und werden von Regenschauern durchnässt, trocknen aber durch den Wind sofort wieder ab. Sie sind es absolut nicht gewohnt, in nasser, verdichteter Erde zu stehen. Staunässe führt binnen kürzester Zeit zu Wurzelfäule, da den Wurzeln der Sauerstoff entzogen wird und anaerobe Bakterien das Gewebe zersetzen.
Was musst du also konkret tun? Ich empfehle dir dringend, den Finger-Test zu machen, bevor du zur Gießkanne greifst. Stecke deinen Finger zwei bis drei Zentimeter tief in das Substrat. Fühlt es sich noch feucht an? Dann warte lieber noch ein paar Tage. Die obere Erdschicht darf und soll antrocknen. Beim Gießen selbst solltest du darauf achten, dass das Wasser Zimmertemperatur hat – ein Kälteschock an den Wurzeln kann das Wachstum hemmen. Wenn du gießt, dann durchdringend, bis das Wasser unten aus dem Topf läuft, aber schütte das überschüssige Wasser im Übertopf unbedingt weg. Bezüglich der Luftfeuchtigkeit ist die Monstera Siltepecana dankbar für Werte zwischen 50 und 60 Prozent. Ist die Luft zu trocken, bekommst du schnell braune Blattspitzen. Ein kleiner Luftbefeuchter wirkt hier Wunder, das Besprühen der Blätter hilft leider nur sehr kurzfristig und erhöht eher die Gefahr von Pilzinfektionen. Düngen kannst du sie in der Wachstumsphase von März bis Oktober alle zwei Wochen mit einem hochwertigen Grünpflanzendünger, aber bitte nur in halber Konzentration starten, um eine Überdüngung zu vermeiden.
Woher kommt sie? Die Monstera Siltepecana Geschichte und Herkunft
Hast du dich schon einmal gefragt, wo genau deine Pflanze eigentlich ihre Wurzeln hat – und zwar im geografischen Sinne? Die Geschichte und Herkunft einer Pflanze zu kennen, ist für mich der Schlüssel zum Verständnis ihrer Bedürfnisse. Wenn wir wissen, wie sie „zu Hause“ lebt, können wir diese Bedingungen viel besser in unserem Wohnzimmer simulieren. Bei der Monstera Siltepecana ist das besonders spannend, weil sie lange Zeit ein kleines Mysterium war und teilweise unter falschen Namen gehandelt wurde. Oft wird sie nur als „Silberblatt“ verkauft, ohne ihre wahre Identität als kletternde Regenwaldschönheit preiszugeben.
Ursprünglich stammt die Monstera Siltepecana aus den tropischen Regionen von Mexiko und Zentralamerika. Ihr Name „Siltepecana“ leitet sich vermutlich von der Region Siltepec in Chiapas, Mexiko, ab, wo sie in den feuchten Bergwäldern heimisch ist. Dort wächst sie in Höhenlagen, was uns einen wichtigen Hinweis gibt: Sie verträgt durchaus etwas kühlere Nächte als ihre Verwandten aus dem absoluten Tiefland-Dschungel, mag es aber tagsüber warm und feucht. In ihrem natürlichen Habitat beginnt ihr Leben oft am Waldboden im tiefen Schatten. Dort kriecht sie als kleiner Sämling über den Boden, immer auf der Suche nach einem Baumstamm. Dieser Lebensabschnitt prägt ihr juveniles Aussehen, das wir so lieben.
Die botanische Einordnung in die Gattung Monstera erfolgte, weil sie alle klassischen Merkmale dieser Gruppe aufweist, auch wenn man das als Laie erst spät erkennt. Historisch gesehen wurden viele Monstera-Arten erst spät wissenschaftlich korrekt beschrieben, da die Gattung sehr variabelfreudig ist. In der Natur bildet die Pflanze riesige Kolonien, die Baumstämme emporranken. Je höher sie klettert, desto mehr Licht bekommt sie, und desto drastischer verändert sie ihr Aussehen. Dass wir sie heute so einfach im Handel finden, ist der modernen Gewebekulturvermehrung zu verdanken. Früher war die Monstera Siltepecana eine absolute Rarität, die nur unter Sammlern getauscht wurde. Wenn du heute eine besitzt, hältst du also ein Stück mittelamerikanische Naturgeschichte in Händen, das sich über Jahrmillionen an das Leben als kletternder Epiphyt angepasst hat.
Der perfekte Monstera Siltepecana Standort für maximalen Silberglanz
Vielleicht ist es dir auch schon passiert: Du hast deine neue Pflanze voller Stolz aufgestellt, aber nach ein paar Wochen wirkt sie irgendwie blass, vergrünt oder bekommt unschöne Flecken. Der Standort ist oft der entscheidende Faktor, der über Gedeih und Verderb entscheidet. Bei der Monstera Siltepecana ist die Wahl des richtigen Platzes besonders wichtig, weil wir ja genau dieses wunderschöne, silbrige Blattwerk erhalten wollen. Viele Anfänger stellen sie zu dunkel, weil sie gehört haben, Monsteras seien Schattenpflanzen. Das ist ein Mythos, der leider dazu führt, dass deine Pflanze „vergeilt“, also lange, dünne Triebe mit winzigen Blättern bildet und ihre silberne Färbung verliert.
Lass uns das botanisch aufschlüsseln: Der silberne Schimmer ist, wie vorhin erwähnt, eine strukturelle Anpassung. Wenn die Pflanze aber zu wenig Licht bekommt, muss sie mehr Chlorophyll produzieren, um überhaupt noch Photosynthese betreiben zu können. Das grüne Chlorophyll überlagert dann die silbrige Struktur – die Pflanze wird komplett dunkelgrün. Auf der anderen Seite sind die Blätter der Monstera Siltepecana recht dünn und besitzen keine dicke Wachsschicht, die sie vor starker Sonneneinstrahlung schützt. Pralle Mittagssonne führt unweigerlich zu Verbrennungen, da das Gewebe überhitzt und die Zellen kollabieren. Wir suchen also die „Goldene Mitte“ der Lichtintensität.
Der ideale Standort für deine Monstera Siltepecana ist ein Platz mit hellem, indirektem Licht. Ein Ostfenster ist perfekt, da sie hier die sanfte Morgensonne genießen kann, die nicht so aggressiv ist. Ein Westfenster geht auch, wenn sie nicht direkt an der Scheibe steht, sondern vielleicht einen Meter im Raum oder durch einen dünnen Vorhang geschützt wird. Wenn du sie an ein Südfenster stellen möchtest, musst du unbedingt für Schattierung sorgen, sonst verbrennt sie dir. Beobachte deine Pflanze genau: Werden die Abstände zwischen den Blättern (Internodien) sehr lang, steht sie zu dunkel. Wird das Silber blass oder gelblich, ist es vielleicht zu viel Licht. Achte zudem auf Zugluft. Da sie aus tropischen Gefilden kommt, hasst sie kalte Zugluft im Winter oder die direkte trockene Luft der Heizung. Ein Platz etwas abseits des Heizkörpers, aber dennoch hell, ist ideal. Wenn du diese Balance findest, wird sie es dir mit riesigen, silbrig glänzenden Blättern danken.
Ein echtes Juwel: Die Monstera Siltepecana Aurea und ihre Besonderheiten
Wenn du dachtest, die normale Siltepecana sei schon schön, dann warte ab, bis du die Monstera Siltepecana Aurea siehst. Vielleicht hast du schon einmal Bilder von ihr gesehen und dich gefragt, warum diese Pflanze so unfassbar teuer oder schwer zu bekommen ist. Die Aurea-Variante ist der Traum vieler Sammler, aber sie bringt auch ganz eigene Herausforderungen mit sich. Es ist frustrierend, viel Geld für eine so seltene Pflanze auszugeben, nur um dann zu sehen, wie die gelben Stellen braun werden. Damit dir das nicht passiert, müssen wir verstehen, was diese Pflanze so besonders macht.
Bei der Monstera Siltepecana Aurea handelt es sich um eine variegierte Form. „Aurea“ bedeutet golden oder gelb. Diese Gelbfärbung entsteht durch eine genetische Mutation, bei der in bestimmten Bereichen des Blattes das Chlorophyll fehlt oder defekt ist. Botanisch gesehen ist das für die Pflanze eigentlich ein Nachteil. Die gelben Stellen können keine Photosynthese betreiben; sie sind quasi „Mitesser“, die von den grünen Blattbereichen mitversorgt werden müssen. Das macht die Aurea-Variante deutlich langsamer im Wachstum und empfindlicher als die grüne (bzw. silberne) Urform. Es handelt sich oft um eine Chimäre, was bedeutet, dass die Panaschierung instabil sein kann. Die Pflanze kann vergrünen, wenn sie merkt, dass sie mit den bunten Blättern zu wenig Energie gewinnt.
Für die Pflege bedeutet das konkret: Du musst ihr mehr Licht geben als der normalen Form, aber niemals direkte Sonne. Da sie weniger Grünanteil hat, muss sie das vorhandene Licht effizienter nutzen. Gleichzeitig verbrennen die gelben Stellen extrem schnell in der Sonne, da ihnen die schützenden Pigmente fehlen. Ich empfehle dir hier dringend den Einsatz einer Pflanzenlampe im Winter, um das Lichtniveau konstant hochzuhalten. Sei beim Gießen noch vorsichtiger, da die Pflanze durch den reduzierten Stoffwechsel auch weniger Wasser verbraucht. Und ein ganz wichtiger Tipp: Schneide rein grüne Triebe zurück, wenn sie überhandnehmen. Ein rein grüner Trieb wächst viel schneller und würde die bunten Triebe irgendwann verdrängen. Die Monstera Siltepecana Aurea ist eine Diva, ja, aber mit viel Geduld und dem richtigen Licht ist sie ein absolutes Juwel in deiner Sammlung.
Was unterscheidet die Form Monstera Siltepecana El Salvador?
In Pflanzen-Gruppen und Foren entbrennt oft die Diskussion: Habe ich eine „normale“ Siltepecana oder eine „El Salvador“? Vielleicht bist du auch unsicher, ob sich der oft höhere Preis für den Namenszusatz „El Salvador“ wirklich lohnt. Es herrscht viel Verwirrung, und manche Händler nutzen das Unwissen aus. Ich möchte dir helfen, den Unterschied wirklich zu sehen und zu verstehen, damit du weißt, was du da eigentlich kaufst oder pflegst. Es ist nämlich mehr als nur ein Marketing-Name.
Die Monstera Siltepecana El Salvador ist eine bestimmte Form oder ein Ecotype der Art, der ursprünglich in El Salvador gesammelt wurde. Der augenscheinlichste Unterschied liegt in der Optik der juvenilen Blätter. Während die Standard-Siltepecana oft dunkelgrüne Adern hat, die einen starken Kontrast zum Silber bilden, ist die El Salvador Form fast vollflächig silbern überzogen. Die Blätter wirken insgesamt heller, fast schon metallisch weiß-silbern. Zudem sind die Blätter der El Salvador Variante oft von Anfang an größer und breiter als die der Standardform. Botanisch ist es dieselbe Spezies, aber durch die geografische Isolation haben sich unterschiedliche phänotypische Merkmale herausgebildet.
In der Pflege sind sich beide Formen sehr ähnlich, aber meiner Erfahrung nach wächst die Monstera Siltepecana El Salvador etwas kompakter und die Blätter stehen dichter beieinander. Wenn du also auf diesen extremen „Silver-Look“ stehst, ist die El Salvador die bessere Wahl für dich. Ein weiterer spannender Aspekt ist, dass viele Halter berichten, die El Salvador würde schneller in die semi-adulte Phase übergehen, also schneller größere Blätter bilden, auch wenn sie noch nicht perfekt klettert. Wenn du die Möglichkeit hast, beide Pflanzen nebeneinander zu stellen, wirst du den Unterschied sofort sehen: Die „normale“ wirkt im direkten Vergleich oft „grüner“ und wilder, während die El Salvador wie ein edles Silberstück wirkt. Es lohnt sich also durchaus, nach dieser speziellen Herkunft Ausschau zu halten, wenn du den maximalen Silber-Effekt in deinem Urban Jungle haben möchtest.
Die Verwandlung zur Monstera Siltepecana Adult Form
Das ist für mich der spannendste Teil an der ganzen Pflanze: Die Verwandlung. Viele Besitzer wissen gar nicht, dass ihre kleine, silberne Hängepflanze eigentlich ein riesiges Monster werden möchte. Du kennst sicher die großen, geschlitzten Blätter der Monstera deliciosa. Die Monstera Siltepecana kann das auch! Aber sie tut es nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Es ist oft eine Enttäuschung für Pflanzeneltern, wenn die Pflanze jahrelang wächst, aber die Blätter klein und ungeteilt bleiben. Das liegt nicht an deinem „schwarzen Daumen“, sondern an fehlender Unterstützung.
In der Botanik nennt man diesen Prozess der Veränderung von der Jugend- zur Altersform Ontogenese. Die Monstera Siltepecana durchläuft eine drastische Metamorphose. Die juvenilen Blätter sind silbern, lanzettlich und ganzrandig. Die Monstera Siltepecana Adult Form hingegen verliert den silbernen Schimmer fast vollständig, wird dunkelgrün, riesig groß und entwickelt die begehrten Fenestrierungen (Löcher im Blatt) und Schlitze. Um dieses Stadium zu erreichen, simuliert die Pflanze ihren natürlichen Lebenszyklus: Sie muss vertikal klettern. Und zwar nicht nur ein bisschen an einem Gitter, sondern fest verwurzelt an einem Untergrund. Hormonell gesteuert signalisieren die Haftwurzeln der Pflanze: „Ich habe einen Baum gefunden, jetzt geht es nach oben ins Licht!“ Erst dann schaltet die Pflanze genetisch auf die Produktion der adulten Blätter um.
Was musst du tun, um das zu erreichen? Du brauchst zwingend einen Moosstab. Und ich meine einen echten, mit Sphagnum-Moos gefüllten Stab, den du feucht hältst, nicht diese trockenen Kokosstäbe aus dem Baumarkt. Die Luftwurzeln müssen in das feuchte Moos hineinwachsen können. Nur durch diesen festen Halt und die Feuchtigkeit an den Luftwurzeln wird das Größenwachstum angeregt. Binde die Triebe anfangs fest, bis sie von selbst haften. Mit jedem neuen Blatt, das höher wächst, wird die Blattfläche größer werden. Irgendwann wirst du die ersten Löcher entdecken. Es ist ein Geduldsspiel und kann im Wohnzimmer ein bis zwei Jahre dauern, aber der Moment, wenn sich das erste gefensterte Blatt entrollt, ist unbeschreiblich. Wenn du sie nur hängen lässt, wird sie für immer im juvenilen, silbernen Stadium bleiben – was auch schön ist, aber eben nicht ihr volles Potenzial zeigt.
Häufige Fragen zur Monstera Siltepecana
Welches Substrat ist für die Monstera Siltepecana am besten?
Die Wahl des richtigen Substrats ist absolut kritisch für die Gesundheit deiner Monstera Siltepecana. Herkömmliche Blumenerde aus dem Sack ist oft viel zu dicht und speichert zu viel Wasser, was den feinen Wurzeln dieser Epiphyten schadet. Ich empfehle dir dringend, deinen eigenen „Aroid Mix“ (Aronstabgewächs-Mix) zu mischen. Die Basis sollte eine hochwertige, torffreie Grünpflanzenerde sein (ca. 40%). Dazu mischst du Rindenmulch oder Pinienrinde (Orchideensubstrat) mittlerer Körnung (ca. 30%), um Struktur zu schaffen und die Belüftung zu sichern. Weitere 20% sollten Perlit sein – das sind diese kleinen weißen Steinchen, die das Substrat locker halten und Staunässe verhindern. Die restlichen 10% können aus Wurmhumus für Nährstoffe und etwas Aktivkohle gegen Bakterien bestehen. In diesem groben, luftigen Mix können die Wurzeln atmen, wie sie es in der Natur gewohnt sind. Das Wasser läuft schnell durch, das Substrat bleibt aber leicht feucht, ohne nass zu sein. Das ist der Schlüssel, um Wurzelfäule effektiv zu verhindern.
Wie vermehre ich meine Monstera Siltepecana erfolgreich?
Die Vermehrung der Monstera Siltepecana ist glücklicherweise sehr einfach und erfolgversprechend. Die beste Methode ist die Kopf- oder Stammstecklings-Methode. Du suchst dir einen gesunden Trieb aus und schneidest ihn unterhalb eines Blattknotens (Nodium) ab. Das Nodium ist die kleine Verdickung am Stängel, aus der oft schon kleine Luftwurzelansätze sprießen. Du kannst den Steckling nun entweder direkt in Wasser stellen oder in feuchtes Sphagnum-Moos legen. Ich persönlich bevorzuge Moos oder Perlit, da die Umstellung auf Erde später leichter fällt als bei reinen Wasserwurzeln. Achte darauf, dass das Blatt selbst nicht im Wasser oder Moos liegt, sondern nur der Stängel mit dem Knoten. Stelle das Gefäß an einen hellen, warmen Ort. Innerhalb von 2 bis 4 Wochen sollten sich kräftige Wurzeln gebildet haben. Sobald die Wurzeln 3-5 cm lang sind, kannst du den kleinen Ableger in deinen luftigen Aroid Mix eintopfen. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr oder der frühe Sommer.
Ist die Monstera Siltepecana giftig für Katzen oder Hunde?
Ja, hier ist Vorsicht geboten. Wie fast alle Pflanzen aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) enthält auch die Monstera Siltepecana in allen Pflanzenteilen unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Diese mikroskopisch kleinen Kristalle sind nadelförmig und dienen der Pflanze in der Natur als Fraßschutz. Wenn dein Haustier an den Blättern oder Stielen knabbert, bohren sich diese Kristalle in die Schleimhäute von Mund, Zunge und Rachen. Das führt zu sofortigen, schmerzhaften Reizungen, Schwellungen und starkem Speichelfluss. In schlimmeren Fällen kann es zu Erbrechen und Schluckbeschwerden kommen. Zwar ist der Verzehr selten lebensbedrohlich, da die Tiere meist nach dem ersten Biss aufgrund der Schmerzen aufhören, aber es ist eine sehr unangenehme Erfahrung für deinen Vierbeiner. Platziere die Pflanze daher unbedingt außerhalb der Reichweite von neugierigen Katzen oder Hunden, beispielsweise in einer Ampel oder auf einem hohen Regal. Wenn du sehr knabberfreudige Haustiere hast, ist diese Pflanze vielleicht nicht die beste Wahl für bodennahe Standorte.
Warum bekommt meine Monstera Siltepecana gelbe Blätter?
Gelbe Blätter sind der klassische Hilfeschrei einer Monstera Siltepecana, können aber verschiedene Ursachen haben. Der häufigste Grund ist – so paradox es klingt – ein Wasserproblem. Meistens handelt es sich um „Nasse Füße“, also Staunässe. Wenn die Wurzeln faulen, können sie kein Wasser und keine Nährstoffe mehr aufnehmen, und die Blätter werden gelb. Prüfe sofort die Erde: Ist sie nass und riecht muffig? Dann musst du umtopfen und verfaulte Wurzeln entfernen. Aber auch das Gegenteil, extreme Trockenheit über einen langen Zeitraum, führt dazu, dass die Pflanze alte Blätter opfert und gelb werden lässt, um Energie zu sparen. Ein weiterer Grund kann Nährstoffmangel sein, insbesondere Stickstoffmangel, wenn die Pflanze lange nicht umgetopft oder gedüngt wurde. Und zu guter Letzt: Schädlinge. Schau dir die Blattunterseiten genau an. Thripse oder Spinnmilben saugen den Pflanzensaft aus, was oft zu fleckigen, vergilbenden Blättern führt. Eine genaue Diagnose ist also wichtig, bevor du handelst.
Wann und wie oft sollte ich die Monstera Siltepecana umtopfen?
Junge Monstera Siltepecana Pflanzen wachsen recht zügig und durchwurzeln ihren Topf oft innerhalb eines Jahres komplett. Ich empfehle dir, einmal im Jahr, am besten im Frühling (März/April), den Wurzelballen zu kontrollieren. Hebe die Pflanze vorsichtig aus dem Topf. Wenn du fast nur noch Wurzeln und kaum noch Erde siehst (Ringelwurzeln), ist es Zeit für einen größeren Topf. Wähle den neuen Topf nur eine Nummer größer (ca. 2-3 cm mehr Durchmesser). Ein zu großer Topf führt dazu, dass die Erde zu lange nass bleibt, was wiederum Wurzelfäule begünstigt. Bei älteren, großen Pflanzen reicht es oft, alle zwei bis drei Jahre umzutopfen. Beim Umtopfen solltest du so viel alte Erde wie möglich entfernen, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Das ist auch der perfekte Moment, um deiner Pflanze endlich einen Moosstab zu spendieren, falls du das Ziel hast, die adulten Blätter zu züchten. Arbeite den Stab direkt beim Umtopfen tief in den Topf ein, damit er stabil steht und du später keine Wurzeln verletzt.
Hi, ich bin Alisa! 🌿
Seit 12 Jahren teste ich Substrate und bekämpfe Spinnmilben, damit du es nicht musst. In meinem Indoor-Labor leben über 140 exotische Arten. Hier teile ich radikal ehrliche Pflegetipps und fundiertes Wissen – ohne Mythen, dafür mit echter Erfahrung aus dem Dschungel-Alltag.
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