Welche Pflanzen vertragen keinen Kaffeesatz

Als Hobbygärtner oder Selbstversorger versuchst du wahrscheinlich immer, Hausmitteln den Vorzug vor chemischen Präparaten und Düngemitteln zu geben – und das zu Recht. Denn viele natürliche Düngemittel sind mindestens so gut wie ihre Pendants aus der chemischen Industrie und überzeugen zudem mit einer guten Umweltverträglichkeit und einer geringen Belastung für Mensch und Tier. Zu diesen Hausmitteln gehört auch der Kaffeesatz.

Aber nicht jede Pflanze kommt mit ihm als natürliche Nährstoffquelle zurecht. Wir verraten dir, bei welchen Pflanzen du mit Kaffee als Dünger vorsichtig sein solltest und welche Alternativen es gibt.

Kaffeesatz als Dünger – die Pros

Kaffeesatz ist reich an Stickstoff, Kalium und Phosphor – drei der wichtigsten Nährstoffe für Pflanzen. Außerdem enthält er erhebliche Mengen an Magnesium, Kalzium und anderen Spurenelementen. Alle diese Nährstoffe sind für ein starkes und gesundes Pflanzenwachstum unerlässlich.

Darüber hinaus hat Kaffeesatz eine stimulierende Wirkung auf die Mikroorganismen im Boden. Das fördert die Zersetzung von organischem Material und damit die Freisetzung von noch mehr Nährstoffen.

Und nicht zuletzt verbessert Kaffeesatz die Struktur des Bodens. Er macht ihn lockerer und durchlässiger, was für die Wurzeln der Pflanzen von Vorteil ist.

Kaffeesatz als Dünger – die Nachteile

Es gibt jedoch auch einige negative Aspekte bei der Verwendung von Kaffeesatz als Dünger. Zunächst einmal ist Kaffeesatz ziemlich säurehaltig. Das kann ein Problem sein, besonders für Pflanzen, die einen neutralen bis leicht alkalischen Boden bevorzugen.

Außerdem enthält Kaffeesatz eine Menge Koffein. Dieses kann für manche Pflanzen giftig sein, vor allem wenn es in großen Mengen verwendet oder direkt auf die Blätter aufgebracht wird.

Deshalb solltest du bei der Verwendung von Kaffeesatz als Dünger immer vorsichtig sein. Generell ist es am besten, ihn sparsam und nur bei Pflanzen zu verwenden, die einen leicht sauren Boden vertragen.

Blumen, die kein Kaffeesatz vertragen

  • Blaustern
  • Mohn
  • Glockenblumen
  • Krokus
  • Nachtveilchen
  • Pfingstrosen
  • Schafgarbe
  • Astern
  • Chrysanthemen
  • Rosen und Rosengewächse 
  • Sommerflieder 
  • Waldrebe
  • Weißdorn
  • Goldregen
  • Hyazinthen
  • Gladiolen
  • Kugeldistel
  • Lavendel
  • Madonnenlilie
  • Narzissen,
  • Nelken
  • Sonnenblumen
  • Tulpen 
  • Wicken

All diese Blumen vertragen keinen Kaffeesatz. Natürlich ist die eigentliche List viel länger. Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Blumen Kaffeesatz vertragen, solltest du am besten auf Nummer sicher gehen und ihn gar nicht erst verwenden. Deine Gärtnerei oder dein Gartencenter vor Ort kann dir wahrscheinlich genauere Hinweise geben, welche Pflanzen Kaffeesatz vertragen und welche nicht.

Gemüsepflanzen, die kein Kaffeesatz vertragen

Hier sind einige der beliebtesten Gemüsearten, die Kaffeesatz nicht vertragen:

  • Kohl
  • Spargel
  • Tomaten
  • Mangold
  • Knoblauch
  • Kartoffeln
  • Rote Bete 
  • Möhren 
  • Schwarzwurzel
  • Poree
  • Rosenkohl
  • Sellerie (Staudensellerie und Knollensellerie)
  • Zwiebelgewächse

Kräuter, die keinen Kaffeesatz vertragen

  • Petersilie
  • Borretsch
  • Lavendel
  • Oregano
  • Salbei 
  • Waldmeister
  • Schnittlauch

Obstpflanzen, die kein Kaffeesatz vertragen

  • Brombeeren 
  • Stachelbeeren
  • Apfel 
  • Pflaumenbaum
  • Pfirsichbaum 
  • Erdbeeren 
  • Johannisbeeren
  • Weintrauben

Alternativen

Wenn du auf der Suche nach Alternativen zum Kaffeesatz für deine Pflanzen bist, gibt es viele Möglichkeiten. Hier sind ein paar unserer Favoriten:

1. Gebrauchte Teeblätter: Genau wie Kaffeesatz können auch gebrauchte Teeblätter eine großartige Nährstoffquelle für deine Pflanzen sein. Sie sind auch eine gute Möglichkeit, deinen Pflanzen einen zusätzlichen Geschmack zu verleihen!

2. Eierschalen: Eierschalen sind eine gute Kalziumquelle für Pflanzen und können die Drainage und die Belüftung des Bodens verbessern.

3. Bananenschalen: Bananenschalen sind reich an Kalium und anderen Nährstoffen, die Pflanzen gerne mögen. Sie können auch helfen, Schnecken und andere Schädlinge von deinen Pflanzen fernzuhalten.

4. Holzasche: Holzasche enthält Kalium und andere Mineralien, die für Pflanzen nützlich sind. Achte nur darauf, dass du sie sparsam verwendest, da sie den pH-Wert deines Bodens anheben kann.

5. Kompost: Kompost ist eine gute Möglichkeit, deinem Boden Nährstoffe zuzuführen und seine Struktur zu verbessern. Er ist auch eine gute Alternative zu chemischen Düngemitteln.

6. Knochenmehl: Knochenmehl ist eine gute Quelle für Phosphor und andere Nährstoffe, die Pflanzen brauchen. Es kann auch dazu beitragen, die Drainage und die Belüftung des Bodens zu verbessern.

7. Hornspäne: Hornspäne werden aus den Hufen von Nutztieren hergestellt und sind ein hervorragender Langzeitdünger. Hornspäne werden auf den Boden gestreut und locker darunter geharkt.

Hornspäne sind besonders reich an Stickstoff und zersetzen sich langsam im Boden. Dieser langsame Zersetzungsprozess macht Hornspäne zu einem hervorragenden Langzeitdünger. Für Zimmerpflanzen sind Hornspäne nicht geeignet, weil in der Blumenerde zu wenig Mikroorganismen vorhanden sind. Diese sind notwendig, damit Hornspäne ihre Wirkung entfalten können.

Hornspäne eignen sich hervorragend zur Düngung deines Gartens oder Hofes. Sie sind reich an Stickstoff und zersetzen sich im Laufe der Zeit langsam und geben ihre Nährstoffe an den Boden ab. Hornspäne sind jedoch nicht für Zimmerpflanzen geeignet, da sie zum Abbau Mikroorganismen benötigen, die in den meisten Blumenerden nicht vorhanden sind.

8. Urgesteinsmehl: Urgesteinsmehl ist ein Nebenprodukt der Bergbauindustrie und wird als Gartenmulch immer beliebter. Es besteht aus fein gemahlenem Gestein, das zu einem Pulver zerkleinert wurde.

Die Vorteile der Verwendung von Gesteinsmehl in deinem Garten sind vielfältig. Es hilft, die Drainage zu verbessern und verhindert Verdichtung. Außerdem versorgt es die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen und hilft ihnen, gesund zu bleiben.

Alisa
Pflanzen-Nerd aus Leidenschaft

Hi, ich bin Alisa! 🌿

Seit 12 Jahren teste ich Substrate und bekämpfe Spinnmilben, damit du es nicht musst. In meinem Indoor-Labor leben über 140 exotische Arten. Hier teile ich radikal ehrliche Pflegetipps und fundiertes Wissen – ohne Mythen, dafür mit echter Erfahrung aus dem Dschungel-Alltag.

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